Wie funktioniert Storytelling in 2020?

Was ist Storytelling? Und wie kann ich es für meine Kommunikation nutzen?

Inhaltsverzeichnis

Sebastian Proprenter, Inhaber von nextlevelmedia.at. Beim Fotoshooting mit Kamera in der Hand.

Autor: Sebastian Proprenter
Position: Geschäftsführer
Aktualisiert: 02.03.2020

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Einführung

Was ist Storytelling?

Wie definiert man diese Art der Kommunikation und was unterscheidet sie von anderen Arten der Kommunikation?

Und am wichtigsten: Was sind die Erfolgsbausteine einer guten Geschichte?

Keine andere Kommunikationsdisziplin wurde in den letzten Jahren so durcheinander geschüttelt wie PR und Marketing. Schlagworte wie emotionales Scriptwriting, Video, Youtube, Gamification, Sharability, Engament haben immer mehr an Bedeutung gewonnen. Wir sind hypervernetzt, multimedial und always online.

Die Folge:
Wir werden ständig überschwemmt mit Informationen. Ständig Nachrichten, Emails, Statusupdates…und anstatt mehr zu wissen schränkt sich unser Informationshorizont ein. Wir versuchen zu filtern und mehr und mehr auszublenden um uns noch konzentrieren zu können. Deshalb wird es immer wichtiger für KMU´s sich mit Hilfe von Corporate Identity und bewusst eingesetztem Storytelling bei der gewünschten Zielgruppe zu platzieren.

Die durchschnittliche Konzentrationsspanne liegt heute bei 7 Sekunden, damit sind wir eine Sekunde länger konzentriert als ein Goldfisch…wenn man Clickbait Artikeln auf Facebook glauben schenken darf.

Aber es ist wahr, dass es immer schwieriger wird die Aufmerksamkeit der Kunden, ja sogar der eigenen Mitarbeiter zu gewinnen und zu ihnen mit Informationen durchzudringen.

 

Die durchschnittliche Konzentrationsspanne liegt heute bei 7 Sekunden, damit sind wir eine Sekunde länger konzentriert als ein Goldfisch…

Sie wollen die Aufmerksamkeit ihres Publikums wecken, sie über etwas informieren und gleichzeitig motivieren, etwas zu tun.

Und das ist es auch, was Marketing und Öffentlichkeitsarbeit ausmacht.

Rational oder emotional?

Als Kommunikator haben wir 2 Möglichkeiten: Rationale Überzeugungsarbeit und Emotionale Überzeugungsarbeit.

Wir sprechen von rationaler Überzeugungsarbeit wenn wir unser Gegenüber mit Daten, Fakten und ausgefeilten Argumentationslinien und logischen Schlussfolgerungen überzeugen. Dieser Prozess spricht unsere linke, logisch denkende Gehirnhälfte an.  Rationale Überzeugungsarbeit funktioniert nur dann wenn der Sender und der Empfänger der Kommunikation gleiche Interessen, Vorstellungen und Werte teilen. Bei einem Skeptiker werden sie nur schwer mit Fakten überzeugen. Je mehr Daten Sie präsentieren desto skeptischer wird er in der Regel werden. Er blockiert, vielleicht sogar die gesamte Kommunikation. Rationale Kommunikation funktioniert nur wenn beide Seiten gewillt sind die gleiche Aufmerksamkeit und auch Zeit in die Kommunikation zu stecken.

Wir sind das beste Beispiel für dieses Beispiel. Du liest diesen Text weil du ein Interesse am Storytelling hast. Daher bist du auch offen für meine rationalen Argumente. Wir beide teilen das Interesse an diesem Thema, daher funktioniert hier rationale Kommunikation.

Doch mit wie vielen Zielgruppen haben wir nicht diese komfortable Situation?

Konsumenten sind oft mit rationalen Informationen überfordert. Sie haben wenig Zeit, sind im Stress, ihre Aufmerksamkeitsspanne ist extrem niedrig.

Rationale Kommunikation funktioniert nur wenn beide Seiten gewillt sind die gleiche Aufmerksamkeit und auch Zeit in die Kommunikation zu stecken.

Hier kommt die Emotionale Überzeugungsarbeit ins Spiel. Emotionale Kommunikation ist ein unterbewusster und intuitiver Prozess. Hier sprechen wir nicht nur die linke, logische Gehirnhälfte unseres Publikums an sondern involvieren deren gesamtes Gehirn. Vor allem auch die visionäre, gefühlsbetonte rechte Hälfte.

Emotionale Kommunikation wie Geschichten, Bilder aber auch Musik arbeiten mit Techniken wie Immersion und Identifikation. Geschichten laden den Empfänger ein, eine andere Welt kennenzulernen. Und darin einzutauchen, nur für einen kurzen Moment. Der Zuhörer identifiziert sich mit der dargestellten Situation. Und der Hauptperson der Geschichte. Er versetzt sich in die Rolle des Helden und ist damit unwillkürlich mittendrin in der Geschichte.

Emotionales Storytelling ist spielerisches Lernen und spielerische Konzentration. Es ist nicht anstrengend. Das heißt, wir wecken Gefühle, begeistern und stimulieren.

storytelling

Visual Storytelling

All dies sind Gründe warum heute alle über Storytelling sprechen. Denn genau dieser Effekt kann helfen Konsumenten in dieser hektischen und stressigen Welt überhaupt noch anzusprechen. Geschichten schaffen es auch heute noch ein großes Publikum zu begeistern.
 
Ich glaube viele von uns erinnern sich noch an den Moment als wir das erste Mal die Herr der Ringe Filme im Kino gesehen oder eines der Bücher gelesen haben. Das Gefühl wirklich Teil dieser Welt zu sein und uns auf eine spannende und emotionale Reise mit den Gefährten zu begeben. Eine Abendheuer welches seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 1937 bis heute die Menschen begeistert und beweist, dass eine Geschichte die Kraft besitzt die Menschen zu fesseln und im Gedächtnis zu bleiben.
 

Doch es gibt noch weitere Gründe die für den Einsatz von Storytelling sprechen. In der Vergangenheit setzten besonders PR-Leute stark auf rationale Argumentation. Und vor allem auf Text, viel Text.

Text ist selbstverständlich notwendig für neue Produkte, Prozesse, SEO oder Teilzielgruppen wie Fachjornalisten ist diese Form der Kommunikation auch immer noch wichtig.

Doch ein Großteil der neuen Medien ist BILDGEWALTIG

Facebook und Instagram…den Unterschied siehst du auf den ersten Blick. Blogs die einst als textlastiges Tagebuch starteten, sind heute bunte Bilderbögen. Bilder haben den Platz von Text eingenommen. Und hinter jedem Bild steckt eine Geschichte.

Wir stecken mitten in einer der größten Veränderungen des Kommunikations- und Informationsverhaltens, sowie auch der Medienlandschaft seit Erfindung des Buchdrucks. Kommunikation wandelt sich massiv.

Sie geht verstärkt weg vom Text und hin zum Bild, und dieser Visual Turn, hat damit zu tun, dass es Bildern gelingt, den Informationsüberfluss leichter zu durchbrechen.

Bilder wirken schneller; sind einfacher zu rezipieren. Neurowissenschaftler gehen davon aus das wir Bilder 60.000 mal schneller rezipieren und verarbeiten als Text. Bilder stehen heute dank Smartphone viel leichter zur Verfügung, und sie funktionieren international.

Ein gutes Bild wird in aller Welt verstanden egal welche Sprache man dort spricht. Mit einer Verschiebung von Text zu Bild geht auch gleichzeitig eine Verschiebung von Information zu Emotion einher.

Ein einfacher Vergleich von Text und Bild soll das verdeutlichen…

Fazit

Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Bilder transportieren mehr als nur Informationen, sondern auch das Gefühl, dass mit dem Gesehenen mitgeteilt wird.

Und schließlich geht noch ein weiterer Wandel von statten. Wo früher Pressemitteilungen, die ein neues Produkt präsentierten und Werbespots, die die aktuellsten Angebote ankündigten im Mittelpunkt standen, sehen wir heute eine Verschiebung in Richtung Story.

 

Wie stark die Kraft des Storytelling ist zeigt der Weihnachtsclip von Edeka.

Mit 66 Mio. Aufrufen ging der Clip viral und brachte das Unternehmen in aller Munde. Alles mit Hilfe einer guten Story!

Denn Geschichten kreieren Bilder. Tatsächlich in Form eines Fotos oder Videos oder mental.  Geschichten, dass ist Kino im Kopf, Information und Emotion.

Wenn du mehr über Storytelling, Video Marketing, Social Media und Webdesign erfahren willst schau auf nextlevelmedia.at vorbei.

LG Sebastian

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Sebastian Proprenter, Inhaber von nextlevelmedia.at. Beim Fotoshooting mit Kamera in der Hand.